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„Die Orthopädie“-Sonderheft „Schmerztherapie am Bewegungsorgan“ erschienen
Auszug aus Editorial und Inhaltsverzeichnis
Auszug aus Editorial und Inhaltsverzeichnis:
In den vergangenen 30 Jahren haben wir auch in der Orthopädie sehr viel über Schmerz gelernt. Annähernd 80 % aller akuten und chronischen Schmerzen lassen sich dem Bewegungsorgan im weitesten Sinne zuordnen, und auch eine zahlreiche Kopfschmerzbilder stammen aus Funktionsstörungen der Halswirbelsäule.
Ausgehend vom Descartes‘schen Modell waren wir genötigt, unsere Vorstellung von Schmerz weit in den Umraum von Anatomie, Physiologie, Neurophysiologie, Pathologie, Psychologie, Psychiatrie, Neurologie, Soziologie, Epidemiologie, Entwicklungsgeschichte sowie von Aspekten aus Arbeitsplatz und Familie auszudehnen; allesamt Wurzeln der afferenten Matrix. Heute steht das Stichwort Schmerz für eine der komplexesten Entitäten in der gesamten Medizin überhaupt.
Im vorliegenden Heft werden wir versuchen, die nachfolgenden Fragen zu beantworten oder uns möglichen Antworten zumindest anzunähern und konnten dafür eine Reihe sehr profilierter Experten gewinnen, die in dankenswerter Weise unserer Einladung gefolgt sind. Nahezu alle haben in der Interdisziplinären Gesellschaft für Orthopädische und Unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST) herausragende Verdienste erworben und ein neues Verständnis von Schmerzen im Fach implementiert.
- Kann das Stichwort „die afferente Matrix“ in unser tägliches Tun eindringen? Prof. Dr. Hans-Georg Schaible
- Kann die Anamnese tatsächlich 90% der Diagnose erbringen? Prof. Dr. Hermann Locher
- Wie weit können wir den Patienten in unsere pathogenetische Terminologie einbeziehen? Dr. Markus Schneider
- Bleibt der Nozigenerator tatsächlich ein relevantes Target? Prof. Dr. Stephan Klessinger
- Was leistet die Pharmakologie? PD Dr. Ricarda Seemann
- Psyche- Gehirnstruktur und Wahrnehmung- immanent verbundene Items? Dr. Paul Nilges
- Welche Schmerzen führen unsere Patienten ins Krankenhaus? Prof. Dr. Hans-Raimund Casser
- Schmerzhemmung durch Anfassen- was steckt dahinter? Prof. Dr. Karl Meßlinger, Dr. Michaela Habring