Informationen für Patienten

Antworten zur Manuellen Medizin und Manuellen Therapie

Achten Sie auf die Zusatzbezeichnung „Manuelle Medizin“auf dem Praxisschild – Es lohnt sich!

Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, stressbedingte Verspannungen gehören zu den Volkskrankheiten unserer Zeit. Immer mehr Ärzte nutzen die ganzheitlichen Diagnose-und Behandlungsmethoden der Manuellen Medizin, deren „Handwerkszeug“nicht die Spritze oder der operative Eingriff ist, sondern die geschulten Hände. Entstanden aus einer jahrhundertealten Erfahrungsmedizin wurde sie in den Kanon der wissenschaftlichen Medizin aufgenommen und gehört heute zu den effektivsten und fortschrittlichsten Heilmethoden bei akuten und chronischen Schmerzen.

Patientenbroschüre Manuelle Medizin, Osteopathie

Patientenbroschüre Manuelle Medizin, Osteopathie

Informationen für Patienten und Interessierte

Gerne können Sie als MWE-Mitglied die Broschüre bei uns kostenlos anfordern.

Die Vorgehensweise beruht auf drei Säulen

Anamnese/Untersuchung/Diagnose

In einem intensiven Anamnesegespräch erfährt der behandelnde Arzt erste wichtige Informationen über die Lebensumstände des Patienten und über die Genese seiner Beschwerden. Die folgende Untersuchung erfolgt durch geschulte Handgriffe. Dabei sucht der Arzt gezielt nach Muskelverspannungen, Bindegewebsveränderungen oder Temperaturdifferenzen. Meist sind die so ertasteten Befunde genauer als Röntgenaufnahmen oder Laboruntersuchungen. Dann stellt der Arzt die Diagnose.

Behandlung

Je nach Diagnose wird ein umfassender Behandlungsplan erstellt. Entweder nimmt der Arzt die Therapie selbst vor oder er zieht eine PhysiotherapeutIn seines Vertrauens hinzu, der/die ebenfalls in manual medizinischen Behandlungstechniken ausgebildet wurde. Sind die Ergebnisse der ersten Behandlungen noch nicht zufriedenstellend, werden weitere Schritte gemeinsam mit dem Patienten vereinbart.

Rehabilitation/Training

Für einen nachhaltigen Erfolg entwickelt der Arzt ein umfassendes Aufbauprogramm, das dem Patienten eine aktive Rolle in seinem individuellen Heilverfahren zuschreibt. Es beinhaltet vorbeugende Maßnahmen wie beispielsweise Empfehlungen für die Gestaltung des Arbeitsplatzes, Ratschläge für die Körperhaltung, Tips zur richtigen Schlafunterlage usw. Darüber hinaus kann ein kontinuierliches Training bestimmter Körperpartien mit dem Patienten vereinbart werden. Falls nötig, schlägt der Arzt weiterführende Behandlungen vor oder bezieht Experten anderer Disziplinen mit ein.

Was passiert während der Behandlung?

Handgriffe statt Eingriffe

Die Manuelle Medizin bedient sich einfacher Mittel und kommt ohne Spritze oder Medikamente aus. Ihre einzigen Instrumente: geschulte Hände. Die schmerzfreie Behandlung ist in der Manuellen Medizin oberstes Gebot. Voraussetzung dafür ist u.a. richtige Lagerung des Patienten.

Mit gezielten Handgriffen stellt der auf Manuelle Medizin spezialisierte Arzt die Beweglichkeit von Wirbelsäule und Gelenken wieder her. Dabei übt er mit kurzen, raschen oder sich wiederholenden, langsamen Bewegungen und minimalem Kraftaufwand, Druck oder Zug auf Wirbel und/oder Gelenke aus. Die so dosierten Handgriffe lösen manchmal ein hörbares Knacken aus. Auf diese Weise können Blockierungen sowie muskuläre Verspannungen verschwinden und damit auch die oft jahrelang ertragenen Schmerzen.

Wissenswertes zu Methoden & Techniken

Die Mobilisation – schafft mehr Bewegungsfreiheit

Die Mobilisation wird zur Vergrößerung des eingeschränkten Bewegungsraumes eingesetzt. Es handelt sich um wiederholte Bewegungen, die Entlastung schaffen und Gleitbewegungen mit anfänglich geringer und später zunehmender Geschwindigkeit.

Die Manipulation

Die Manipulation lockert und löst blockierte Gelenke. Mit geringer Kraft werden Impulse mit hoher Geschwindigkeit und kleiner Amplitude vermittelt.

Die Weichteiltechniken

Kurzes Drücken eines Muskels mit den Fingern oder Reiben einer gestörten Struktur etwa am Sehnen-Muskel-Übergang sowie Dehnung quer zum Muskelfaserverlauf entlastet Muskeln und Sehnen

Die Neuromuskulären Therapien (NMT)

beheben Funktionsstörungen der Muskulatur und der Gelenke. NMT an der Muskulatur – anspannen, entspannen und dehnen.
Nach leichter gleichförmiger Anspannung entspannt der Patient bewusst die zu behandelnden Muskeln (sog. postisometrische Relaxation). Bei der anschließenden Dehnungstechnik erfolgt eine kräftige Dehnung durch den behandelnden Arzt – das Stretching – . Die Muskulatur entspannt durch die Aktivierung der gegenwirkenden Muskeln.

NMT an den Gelenken

Hier werden Techniken wie die Mobilisation eingesetzt, um die Gelenkbeweglichkeit maßgeblich zu verbessern. Auch hier gilt, wie bei der Arbeit mit betroffenem Muskelgewebe, das Prinzip des Wechsels zwischen Anspannung und Entspannung und der Ausnutzung dadurch entstehender „Freiräume“ für eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit.

Weitere Informationen zur Manuellen Medizin erhalten Sie unter: